Blackout als Beispielszenario

In diesem Abschnitt möchte ich gerne ein kleines Beispiel teilen, wie ein solches Krisenszenario aussehen könnte und was das für Auswirkungen hat.

Was ist ein Blackout?

Ein großflächiger Stromausfall wird auch „Blackout“ genannt. Er betrifft eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig. Es kann verschiedene Gründe für sogenannte „Blackouts" geben, insbesondere Unwetter wie Stürme, Gewitter, heftiger Schneefall, aber auch Sonnenstürme oder eine Überlastung des Stromnetzes. Wichtige Strom- oder Hochspannungsleitungen werden beschädigt oder zerstört. Ein längerer und flächendeckender Stromausfall ist die Folge. Das kann dann nicht nur Haushalte betreffen, sondern auch Unternehmen, Krankenhäuser, Schulen und alle anderen Stromempfänger. 


Was sind die Konsequenzen?
Kurzfristig: 

  • Mobilfunknetz bricht nach kurzer Zeit zusammen
  • Wasserversorgung im Haus/Wohnung funktioniert nicht mehr. Hinweis: sollten Sie normalerweise Wasser aus der Leitung trinken oder ein Produkt wie Soda Stream verwenden und darum keinen Wasservorrat haben, wird es nun schon kritisch! Vor allem, wenn Babys oder Kleinkinder im Haushalt leben
  • Die Toilette kann in den meisten Fällen mit dem Rest aus dem Spülkasten noch 1-2 mal verwendet werden. Allerdings funktionieren die Pumpen der Wasserwerke nicht mehr, so dass das Abwasser sich auch aufstauen kann 
  • Der Kühlschrank und Tiefkühltruhen halten noch eine Zeit kühl. Tauende Lebensmittel sollten nun schnell verbraucht werden
  • Die Heizung funktioniert nicht mehr
  • Aufzüge bleiben stecken
  • Öffentlicher Nahverkehr bleibt stehen und fällt aus
  • Geschäfte stellen ggf. auf Notbetrieb oder schließen
  • Tankstellen funktionieren nicht mehr
  • Bankautomaten funktionieren nicht mehr


Mittelfristig (1-2 Tage)

  • Keine Abfallbeseitigung, der Müll stapelt sich in den Straßen
  • Notdienste wie Polizei, Feuerwehr oder Krankenhäuser sind nicht mehr erreichbar und überlastet. Eine Hilfe von außen ist nicht zu erwarten!
  • Krankenhäuser stellen den Betrieb ein
  • Die Vorräte vieler Leute beginnen, knapp zu werden
  • In Betrieben mit Massentierhaltung verenden die Tiere, da z. B. die Belüftung nicht mehr funktioniert
  • Geschäfte bleiben geschlossen, da die Mitarbeiter nicht mehr kommen und keine Waren angeliefert werden
  • Lieferketten werden gestört
  • Menschen sind teilweise dehydriert


Langfristig (ca. 2-4 Tage)

  • Krankheiten brechen aus
  • Plünderungen beginnen
  • Viele Menschen sind komplett dehydriert und sterben
  • Vorräte aus dem Kühlschrank sind aufgebraucht, die Suche nach Lebensmitteln beginnt
  • Die Gesellschaft bricht ggf. immer mehr auseinander



Fazit: 
Natürlich ist diese Übersicht nicht vollständig, die Auswirkungen können je nach Jahreszeit unterschiedlich sein, aber auch der Wohnort spielt eine Rolle (Stadt vs. Dorf)

Aber auch diese verkürzte und vereinfachte Übersicht zeigt, dass man auf diese Situation vorbereitet sein sollte